Flächennutzungsplan Wolfsburg 2020 plus

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Auftraggeberin:
Bearbeitungszeitraum:
Stadt Wolfsburg
2008–2010

Wolfsburg fit für die Zukunft machen

Wolfsburg ist eine moderne, einprägsam gegliederte Stadtlandschaft auf über 200 km² Fläche, bestehend aus den ehemaligen Kleinstädten Fallersleben und Vorsfelde, alten Dörfern sowie besonders dem dynamischen VW-Werk nördlich des Kanals und der 70 Jahre jungen Stadtmitte südlich des Kanals.

Der Flächennutzungsplan (FNP) soll in erster Linie ermitteln und festlegen, wo die geeignetsten Potentiale für die Stadtentwicklung sind und welche Räume in ihrer Eigenart erhalten und gepflegt werden sollen. Die Begründung liefert mit umfangreichen Aussagen zur Abwägung städtebaulichen und ökologischen Integration der Entwicklungspotentiale in ihr Umfeld deutliche Orientierungshilfen für die Entwicklung von Bebauungsplänen aus dem FNP.

Der Flächennutzungsplan wurde 2010 nach erster Auslegung von der Stadt beschlossen und ohne Abstriche genehmigt.

 

Flexibel bleiben: Flächennutzungsplan als strategisches Instrument

Der alte Flächennutzungsplan aus dem Jahre 1977 wurde bereits über 100 Mal geändert auch bedingt durch seine sehr kleinteiligen Festlegungen. Der neue FNP soll daher mehr Handlungsspielräume eröffnen für einen flexiblen Umgang mit prognostischen Unsicherheiten und veränderten Rahmenbedingungen. Dies geschieht besonders durch

  • die Konzentration auf wesentliche Inhalte wie die allgemeine Art der Nutzung, Einrichtungen und Anlagen mit übergeordneter Bedeutung
  • die Berücksichtigung von Handlungsreserven als zusätzliche Entwicklungspotentiale
  • den Maßstab 1:25.000 und die abstraktere Plangrundlage, die den Plan im Alltag von Politik und Planung handhabbar halten und Entwicklungsspielräume für Bebauungspläne ermöglichen.

Wichtige Strukturen der Stadt: Räumliche Leitbilder geben Orientierung

Die räumlichen Leitbilder veranschaulichen die wesentlichen räumlichen Prinzipien von Bestand und „beabsichtigter städtebaulicher Entwicklung“. Sie verbinden konzeptionelle Klarheit mit flexiblem Planungshandeln im Alltag und haben Orientierung und Kriterien bei der Aufstellung des FNPs geboten.

 

Auswahl von Stadterweiterungsflächen für Wohnungsbau

In einem Fachbeitrag zum Flächennutzungsplan (Anlage zur Begründung) wurden auf Basis der Entwicklungsziele und rechtlicher Siedlungsgrenzen alternative Standorte gesucht und bewertet. Für die einzelnen Potentiale wurden Steckbriefe angelegt und Rahmenbedingungen und Entwicklungskriterien visualisiert. Nur wenige Flächen kommen danach überhaupt für eine Wohnungsbauentwicklung in Frage.

 

Umfangreiche Bürgerbeteiligung: Ausstellungen, Zeitung, Flyer

Zum Vorentwurf und Entwurf konnten sich die Bürger an verschiedenen Orten im Stadtgebiet in Ausstellungen und Zeitungen über die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung umfangreich informieren und auch Flyer mit den wesentlichen Zielen und Beteiligungsmöglichkeiten mitnehmen. Die umfangreichen Anregungen und Bedenken wurden bei der Ausarbeitung des Flächennutzungsplans abgewogen und berücksichtigt.

Gesamtleitbild

 

Ausschnitt Flächennutzungsplan

 

Flächenpotentiale Wohnen

 

Visualisierung des Flächenpotentials Reislingen Süd

 

Ausstellung

 

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