Gestaltungshandbuch zum Wettbewerb „Neues Wohnen am Steinberg“, Hildesheim-Ochtersum

 
Auftraggeberin Stadt Hildesheim
Bearbeitungszeitraum 2009

„Sein Auto kauft man alle fünf oder sechs Jahre neu. Ein Haus baut man meist nur einmal. Das macht die Sache ja so schwer. Alle Träume sollen hierin verwirklicht werden. Ein Haus allein für die Familie. Eine Option auf die Zukunft und auf das Glück. Alles soll bedacht sein. Die Zimmer. Küche, Wohnraum, Garten. Das Material. Der Zaun. Und die Kosten. Da bleibt kaum Zeit, über weiteres nachzudenken.

Zum Beispiel: Wie sieht denn eigentlich die Straße aus, in der wir bauen? Spätestens, wenn nebenan oder gegenüber ebenfalls Häuser aus dem Boden wachsen, wird es spannend. Ein Haus mit antiken Säulen und blauem Dach? Daneben ein Schwarzwaldhaus, ein ökologisch orientiertes Holzhaus und ein Stadthaus. »Was haben denn die für einen Geschmack?« Anders eben – aber in der Summe nicht gerade eine Aufwertung.“
(Auszug aus dem Vorwort zum Gestaltungshandbuch)

 

Das Gestaltungshandbuch soll den Bebauungsplan, in dem vor allem Bauart, Lage und Dichte geregelt sind, gezielt ergänzen. Es gibt weitergehende Gestaltungshinweise, die ein verträgliches Erscheinungsbild und eine angenehme Atmosphäre sichern helfen sollen. Es kann verstanden werden als eine Art Gebrauchsanweisung für die Gestaltung von Haus und Siedlung. Denn so ein Haus lebt in der Zeit, verändert sich mit den Ansprüchen und Bewohnern. Gut, wenn hier Gestaltungsspielräume gegeben sind, aber gleichzeitig ein Zusammenhang gewahrt bleibt.

 

Das Handbuch enthält Hinweise auf verschiedenen privaten und öffentlichen Handlungsebenen, die in einer Broschüre anschaulich zusammengefasst werden:

  • Städtebauliches Konzept: Stadtplatz, Erschließungsstraßen, Wohnstraßen, Plätze innerhalb der Wohnstraßen, Gassen, Spielräume, öffentliche und private Beleuchtung, Beschilderung
  • Gebäude: Städtebauliche Einbindung, Gebäudekubaturen, Fassaden, Haustypen
  • Materialien: Fassadenmaterial, Fenster / Türen, Dachmaterial, Nebenanlagen
  • Privater Freiraum: Einfriedungen, Private Gärten, Müllbehälter, Nebenanlagen.