Integriertes Stadtentwicklungskonzept Langenhagen

Auf eigenen Wegen: Junge Stadt in alter Landschaft zurück
Auftraggeberin: Stadt Langenhagen
Bearbeitungszeitraum: 2010–2011

Moderne Stadtlandschaft nachhaltig entwickeln

Langenhagen ist modern geprägt: Die vielen Kriegsflüchtlinge und die Entwicklungsdynamik der nahen Großstadt führten in den vergangenen 65 Jahren zu einer Überformung der bis dahin überwiegend noch sehr dörflichen Siedlungen zu einer Stadt für 50.000 Einwohner. Das Strukturmodell des nahezu quadratischen Stadtgebiets zeigt eine markante Ordnung. Doch ist diese geometrische Struktur auch “praktisch und gut“? Verkehrssysteme haben sich verselbstständigt und bilden Barrieren für die Bewohner. Auch die Siedlungserweiterung stößt an Grenzen.

Das ISEK zeigt den Weg, einerseits die vorhandene Vielfalt der Lebensräume in Stadt und Landschaft zu sichern und zu qualifizieren und andererseits der dynamischen Wohnungs- und Gewerbeflächennachfrage Raum zu geben. Die Lösung liegt häufig in der Innenentwicklung: Die Stadtwerdung der Mitte wird fortgesetzt und die Nachkriegssiedlungen werden durch strukturelle Erneuerung, städtebauliche Neuordnung, Ergänzung und Wohnungsmodernisierung zu attraktiven Lebensräumen. So kann die Stadt das Nachhaltigkeitsziel des Bundes zur Reduzierung des Flächenverbrauchs bis zum Jahr 2020 deutlich unterschreiten.


Modell Funktionale Raumorganisation

Leitlinien und räumliche Leitbilder strukturieren Stadtentwicklung vor

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ist die entscheidende Grundlage für die Stadtentwicklung Langenhagens mit dem Zeithorizont bis 2025. Seine Ziele, Leitbilder und Handlungskonzepte stellen im Prozess verständliche und diskussionsfähige Ordnungskriterien für die gesamte räumliche Entwicklung dar und bleiben flexibel genug um auch in den nächsten Jahren auf neue Entwicklungen eingehen zu können.

Integriert meint, dass der Stadtraum für die Einwohner ganzheitlich betrachtet und gestaltet wird. Daher werden sektorale Entwicklungsthemen wie Wohnungsbau, Gewerbe oder Verkehr eingebettet in ein System von themenübergreifenden Zielen und Konzepten.


Leitbild Freiraum

Maßnahmenpläne und -listen setzen Prioritäten für die Umsetzung

Die baulichen Entwicklungspotentiale sind mit unterschiedlichen Prioritäten versehen und in einer Agenda aufgelistet. So können Politik und Planung im Zeitraum bis 2025 regelmäßig den Fortschritt überprüfen und ggf. einzelne Prioritäten ändern.


Maßnahmenplan Wohnungsbau

Steckbriefe geben Hinweise für die Projektentwicklung

Die Steckbriefe zu den einzelnen Baupotentialen weisen für die Projektentwicklung und konkrete Bauleitplanung auf wesentliche Entwicklungsziele und Entwurfskriterien hin. Es werden zum Teil aber auch Bedingungen gesetzt, die zur Qualitätssicherung und Profilierung der einzelnen Entwicklungsflächen einschließlich Umfeld einzuhalten sind.


Steckbrief Wohnungsbaupotential

Stadtbereichskonzepte bilden Grundlage für neuen Flächennutzungsplan

Die Stadtbereichskonzepte stellen dar, wie die Ziele und Maßnahmen sich lokal integrieren.

Die Darstellungen sind weitgehend an die von Flächennutzungsplänen angelehnt und bereiten damit auch die neue Flächennutzungsplandarstellung vor. Darüber hinaus enthalten Themen wie »Innere und äußere Vernetzung« zusätzliche gestalterische oder strukturelle Empfehlungen entsprechend den Leitlinien und Handlungsfeldern.


Stadtbereichskonzept Mitte

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