City Center Peine: Handeln für städtische Vielfalt

Modellvorhaben im Forschungsfeld „Innovationen für Innenstädte“ des Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)
Vorbereitung des Förderantrages und lokale Begleitforschung zurück
Auftraggeberin: Stadt Peine
Bearbeitungszeitraum: 2012-2014

Im Forschungsfeld „Innovationen für Innenstädte“ geht es primär um die Um- und Nachnutzung städtebaulicher Großstrukturen in Innenstädten. Das City Center Peine mit dem ehemaligen HERTIE-Kaufhaus und angekoppelten Ladenzeilen steht überwiegend seit drei Jahren leer. Beide Bereiche gehören (unterschiedlichen) insolventen internationalen Finanzkonstrukten. Um Entwicklungshemmnisse und städtebauliche Missstände zu beseitigen werden im Rahmen des Modellvorhabens städtebauliche und bauliche Konzepte ausgelotet und kreative, stufenweise Lösungsstrategien entwickelt und getestet. Eine breite Bürgerbeteiligung als Begleitung der umfangreichen Vorhaben ist vorgesehen.

Projektantrag, Konzepte und lokale Begleitforschung für das Peiner Forschungsprojekt

In Abstimmung mit der Stadt hat Ackers Partner Städtebau einen überzeugenden Projektantrag formuliert und das Bewerbungsverfahren konzeptionell begleitet, sodass Peine als eine von acht Kommunen aus über 130 Bewerbungen für das vom Bund finanzierte Forschungsfeld ausgewählt wurde.

Ackers Partner Städtebau ist im Projekt einerseits für die Programmierung und lokale Begleitforschung im Rahmen des Forschungsfeldes zuständig und andererseits für die Aktualisierung des Innenstadtkonzeptes und die städtebauliche Vertiefungen zum City Center. Hierzu gehören auch unterschiedliche Formen der Bürgerbeteiligung wie eine Anliegerversammlung, Stellwände im Stadtraum und Stadtrundgänge unter dem Begriff „Perspektive Stadt“.

Das Modellvorhaben ist entsprechend den Forschungsfeldvorgaben in drei Ebenen gegliedert (Auszug aus dem offiziellen Steckbrief des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR):

 

Konzeptebene

Das Entwicklungskonzept für die Innenstadt wird in einem Beteiligungsprozess – im Hinblick auf das Weißbuch Innenstadt und das neue ISEK – aktualisiert und mit Öffentlichkeit und Politik abgestimmt. Die beschlossene Fassung wird zur verstärkten Wahrnehmung als Publikation veröffentlicht.

 

Pilotprojektebene

Von Beginn an werden mit externer Beratung Strategien entwickelt und umgesetzt. Es wird angestrebt, die Brachen möglichst zeitnah zu aktivieren, neues Planungsrecht zu schaffen und gleichzeitig Planungsschäden durch Reduzierung von Handelsflächen im Kernbereich weitestgehend zu vermeiden. Ziel ist es hierbei, Nachnutzungen zu finden, die die Innenstadt stärken, wie z.B. Ärztezentrum, Gesundheits- und Freizeitangebote, Nahversorgung und städtisches Wohnen. Es ist beabsichtigt, das Gebiet stärker in die Innenstadt zu integrieren. Hierfür sollen städtebauliche Konzepte ausgelotet und das hochbauliche Veränderungspotenzial bewertet werden. Entwürfe innovativer hochbaulicher Konzepte sollen auf Grundlage einer Mehrfachbeauftragung oder eines Wettbewerbs erstellt werden.

 

Impulsprojektebene

Auf der Haupteinkaufsstraße an der Zuwegung zum „City Center“ sollen durch bauliche Inszenierung von neuen Perspektiven und Nutzungen Akzente gesetzt werden. Ergänzend wird der öffentliche Raum durch Veranstaltungen belebt. Darüber hinaus soll im Rahmen lokaler Öffentlichkeitsarbeit, z. B. via Internet und/oder der Schaffung einer Anlaufstelle für Bürger, ein Kommunikationsforum entstehen.

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